WorldCarFreeDay – NRW geht bei der Mobilitätswende voran

arndt_fahrrad_1An diesem Donnerstag wird weltweit der autofreie Tag gefeiert. Die „European Mobility Week“ erreicht damit ihr Finale. Nur fünf NRW-Kommunen nehmen an der Aktionswoche teil. Für uns GRÜNE ist auch das ein Ansporn, die Mobilität der Menschen und den Alltag von Pendler*innen mit klimafreundlicher Politik zu verbessern.

Über Jahrzehnte wurden Straßen neu und ausgebaut. Die Staus wurden länger. Und während sich die Mobilität kaum bessert, gibt es mehr Lärm und Abgase. Es ist kein Wunder, dass immer mehr Menschen die Rezepte der Vergangenheit hinterfragen, sich für eine neue Verkehrspolitik engagieren und ihre eigene Mobilität verändern. Sie sind keine Bremser*innen, sondern eine Bewegung für eine bessere Mobilität.

Die Ausgangslage für eine Verkehrswende ist gut. Staus nerven genauso wie volle Züge und schlechte Radwege. Das eigene Auto ist für viele kein Statussymbol mehr. Die Bereitschaft, das Verkehrsmittel je nach Bedürfnis zu wählen nimmt zu. Die Sensibilität für die Umweltfolgen und die Kosten des Verkehrs wächst. Also: Die Mobilität der Zukunft ein Selbstläufer? Eher nein. Wer sich beispielsweise den Bundesverkehrswegeplan anschaut erkennt ein Festhalten des Bundes an der gescheiterten Straßenbaupolitik, während die Schiene zu kurz kommt und der Radverkehr de facto außen vor bleibt. Immer wieder knickt die Große Koalition vor der Autoindustrie ein.

„Wir in NRW sind besser unterwegs“, stellt Arndt Klocke klar. „ Wir sind mit unseren Radschnellweg-Projekten und dem Förderprogramm Nahmobilität Vorreiter. Aber das reicht uns noch nicht. Wir GRÜNE wollen diese Instrumente moderner Mobilität stärken, sie von Extra-Programmen zum verkehrspolitischen Standard machen. So schaffen wir Alternativen der Mobilität.“

„Gerade auf regionaler Ebene ist eine starke Schiene die beste Alternative zum Auto“, erklärt Rolf Beu. „Während der Bund die Schiene bremst, wollen wir sie ausbauen und besser machen. Zum Beispiel über mehr Angebote, wiederbelebte Strecken, Elektrifizierungen und einfache Tarife.“

Es gibt noch sehr viel zu tun. Viele Kommunen und das Land machen die ersten Schritte zur Mobilitätswende. Wir GRÜNE sorgen dafür, dass NRW diesen Weg konsequent und schnell weitergeht und sie Realität wird. Aber wenn sich die Politik auf Bundes- und Europaebene nicht ändert, wird es schwer für die Mobilitätswende.

Und so geht es heute nicht darum, an einem Tag im Jahr einmal das Auto stehen zu lassen. Es geht darum, für eine andere Mobilität zu werben, die menschen- und umweltfreundlich ist. Wir GRÜNE stehen zur Verantwortung der Politik durch konkretes Handeln. Genau für diese bessere Mobilität fördern wir Alternativen wie Zufußgehen, Fahrrad und Öffentlichen Nahverkehr sowie ihre Vernetzung.

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