Grünes Kino zeigte „Raving Iran“ vor auskauften Kinosälen

Gestern zeigte Grünes Kino die Iran-Dokumentation „Raving Iran“ in der Filmpalette. Seit über einer Woche ausverkauft, waren beide Kinosäle bis auf den letzten Platz besetzt.

Unverständlicherweise wurde der Film noch kaum in Köln gezeigt, trotz seines Erfolges auf diversen Filmfestspielen und der Auszeichnung des Züricher Filmpreises. So kam es zu der grotesken Situation, dass es 2665 Anmeldungen gab, aber die Filmpalette nur Platz für 110 Personen in beiden Kinosälen zusammen zur Verfügung hatte. Dementsprechend groß war der Andrang im Vorfeld. Das die Kölner Programmkinos momentan nicht so viel Platz haben für einen Film wie Raving Iran hat sicherlich viele Gründe. Sowohl die Filmfestivalsaison als auch der Wegfall des Filmhauskinos sind wohl die Hauptgründe.

Der Film ist nicht nur „ein bisschen politisch“ er zeigt auf mutige und beeindruckende Weise, wie die Perspektivlosigkeit der jungen Menschen eine Parallelgesellschaft entstehen lässt und wie am Beispiel der beiden DJ´s viele mit dem Gedanken der Flucht in den „Westen“ liebäugeln. Damit zeigt er nicht nur Flüchtlingsgründe auf, sondern zeigt welche Schwierigkeiten es beim „legalen“ Flüchten gibt und wie beispielsweise Iraner ihr „erstes Mal“ im Westen erleben.

Beim anschließendem Filmgespräch mit dem Musikevent-Manager (SSC-group, c/o Pop, New Fall Festival) und Exil-Iraner Hamed Shahi-Moghanni kamen viele der Aspekte, die auch im Film stattfanden, zur Sprache. Er berichtete von der großen Hip-Hop Szene und der Alltäglichkeit der Repression im heutigen Iran, als auch von den schönen Feiern innerhalb der Familie von jung bis alt.

Wir würden uns freuen wenn wir den Film nochmal zeigen könnten und bedanken uns bei der Filmpalette für die Organisation und das ermöglichen den Film nach Köln zu holen und Hamed Shahi-Moghanni für die Einblicke in seine Erlebnisse im Iran.

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