3.000 Unterschriften gegen den Neubau der L821n Bergkamen

Die Bürgerinitiative gegen den Bau der L821n aus Bergkamen war zu Gast im Landtag. Dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Arndt Klocke MdL, wurden in diesem Rahmen 3.000 Unterschriften von Bürger*innen überreicht, die für verkehrliche Alternativen ohne Straßenneubau werben.

Im direkt daran anschließenden Verkehrsausschuss wurde allerdings das Bauprogramm 2018 inklusive der bergkamener Landstraße nach kritischer Debatte gegen die Stimmen von GRÜNEN sowie der SPD verabschiedet. Die regierungstragenden Fraktionen und Minister Wüst verwiesen in ihren Wortbeiträgen hierbei auf einen angeblich großen Rückhalt für das Bauprojekt.

Die L821n ist bereits planfestgestellt und soll zu einer Entlastung des LKW -Verkehrs auf der Schulstraße und Jahnstraße in den Bergkamener Stadtteilen Weddinghofen und Oberaden dienen. Die Planung sieht vor, die Route durch Grünflächen, die sich teilweise im Landschaftsschutzgebiet befinden, zwischen diesen Stadtteilen zu führen. Die betroffenen Grünflächen dienen der angrenzenden Bevölkerung als Naherholungsflächen und werden dafür intensiv genutzt. Entsprechend groß ist der Widerstand vor Ort gegen den Neubau.

Auch die Notwendigkeit der Umgehungsstraße wird angezweifelt, da es bereits eine eindeutige Umleitungsempfehlung (Nordroute) für die Anlieferung der örtlichen Unternehmen gibt, die mit diesen einvernehmlich erarbeitet wurde. Dazu wurde in früheren Jahren eigens eine neue Straße gebaut (Industriestraße/K19). Hinzu kommt das Ergebnis der Verkehrszählung von Straßen.NRW aus dem Jahr 2010, das eine Belastung von 2,6 Proent LKW-Verkehr auf der bisherigen L821 festgestellt hat. Von daher wäre die Entlastungswirkung der neuen Route nur sehr gering.

Die 1,8km lange Straße soll NRW 14,5 Millionen Euro kosten, die Fragen der Grünen Landtagsfraktion zu Alternativmöglichkeiten hat die Landesregierung bisher nicht beantwortet.

 

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