ADFC-Klimatest mahnt NRW zur Anstrengung

Der diesjährige ADFC-Klimatest ist ausgewertet. Neben einigen Lichtblicken – vor allem unseren nationalen Champions Bocholt und Reken – mit leider ernüchterndem Ergebnis für NRW. Bedenklich ist aber vor allem, dass sich auf den hintersten Rängen der verschiedenen Kategorien häufig Kommunen unseres Bundeslandes finden lassen. Doch auch an der Spitze wird die Luft dünn. Dauersieger Münster ist auf Platz zwei aller deutschen Großstädte abgerutscht.

Die Zufriedenheit der Radfahrenden insgesamt hat sich verschlechtert, besonders das Sicherheitsgefühl. NRW liegt mit der Note 4,1 unter dem Bundesschnitt. Im letzten Test vor zwei Jahren konnte immerhin noch eine 3,9 erreicht werden.

Ein Blick auf die ortsscharfe Detailanalyse gibt interessante Hinweise auf die jeweiligen kommunalen „Baustellen“. Insgesamt zeigt sich vor allem, dass sich die Menschen immer unsicherer auf dem Rad fühlen. Das kann Menschen davon abhalten, auf das Fahrrad umzusteigen. Eine fatale Entwicklung, wollen wir insbesondere die Innenstädte von Verkehrslärm und Abgasen entlasten und die Klimaziele im Verkehrssektor erreichen.

Wir fordern deshalb intelligente Maßnahmen für mehr Sicherheit im Radverkehr. Dazu gehören für uns Grüne baulich abgetrennte Spuren, eigene Radschnellwege für den Pendelverkehr und generell ein engeres Radwegenetz. Unsere Kommunen brauchen dabei Unterstützung, finanziell und planerisch. Dringend umgesetzt werden müssen aber auch Maßnahmen, die tödliche Unfälle vermeiden: Etwa der Einbau von Abbiegeassistenten bei LKW muss in Deutschland zügig Pflicht werden.

Alle Details hat der ADFC hier veröffentlicht.

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