Wie wollen wir wohnen? – Arndt Klocke auf Wohnungstour durch NRW

Wie können wir Wohnraum schaffen, der bezahlbar ist und zu den Lebensphasen der Menschen passt? Diese Frage stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor wachsende Herausforderungen. Was wohnen für die Akteure auf dem Wohnungsmarkt im Jahr 2019 und in Zukunft heißt, will Arndt Klocke wissen und informiert sich im Rahmen einer Wohnungstour durch NRW.

Das Thema Wohnen entwickelt sich in Deutschland – auch in NRW – zunehmend zur sozialen Frage. Dabei beobachten wir hochangespannte Wohnungsmärkte (in und um Schwarmstädte), in denen bezahlbarer Wohnraum insbesondere im unteren und mittleren Preissegment zur Mangelware wird. So haben längst nicht mehr nur Studierende und Auszubildende, sondern auch Familien und Rentner*innen oft enorme Schwierigkeiten, adäquaten Wohnraum für ihre Bedürfnisse zu finden. Gleichzeitig stehen andere Regionen in NRW vor entgegengesetzten Herausforderungen. Hier sorgen Abwanderungsbewegungen für sich verstärkende negative Folgen für Substanz, Infrastruktur und Attraktivität.

Vor diesem Hintergrund besucht Arndt Klocke als Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik verschiedene Akteure des Wohnungsmarktes vor Ort. Diese gehen mit unterschiedlichen Ansätzen vor, um den skizzierten Entwicklungen entgegenzuwirken. Als Best-Practice-Beispiele können viele dieser Projekte auch in den parlamentarischen Prozess einfließen.

Mobilität, Luftreinhaltung und Klimaschutz mitdenken

Zusammen mit der Grünen Landesvorsitzenden Mona Neubaur, die parallel ebenfalls das Land in Sachen Wohnen bereist, traf er zum Auftakt das Düsseldorfer Architekturbüro Greeen Architects. Das im Jahr 2008 gegründete Unternehmen plant Bauprojekte in Düsseldorf, NRW sowie in ganz Deutschland. Bei dem Besuch wurde klar, dass moderne Quartiers- und Stadtplanung zunehmend komplexer wird. Mobilität, saubere Luft, klimafreundliches Bauen und Bezahlbarkeit müssen in der Planung von Quartieren nicht nur mitgedacht, sondern fester Bestandteil jeglicher Konzeption sein. Weiterhin wurde deutlich, dass diese Dimensionen politisch zukunftsorientierter und unbürokratischer gelöst werden müssen – dazu gehören unter anderem die Anbindung eines gut funktionierenden ÖPNV und die Beschleunigung von Planungsprozessen.

Als nächstes wird Arndt Klocke ein Projekt bei der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft AG (GAG) in Köln besichtigen. Die GAG ist seit mehr als 100 Jahren ein feststehender Begriff in Köln und hat den satzungsmäßigen Zweck, erschwinglichen Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zu sozial angemessenen Bedingungen zu schaffen. Fast 25 Prozent der GAG-Immobilien stehen dabei unter Denkmalschutz. Die unter architekturhistorischen, aber auch ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten erfolgreichen Modernisierungen wurden mit Architekturpreisen ausgezeichnet, so zum Beispiel mit dem Deutschen Bauherrenpreis 2009, 2011 und 2014.

Weitere Tour-Termine werden unter anderem in Münster, Bielefeld und Hiddenhausen stattfinden.

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