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28Apr

Grünes Kino mit Arndt Klocke und Claudia Roth: ENTELKÖY GEGEN EFEKÖY

Foto Kino Claudia

Das Grünes Kino fand diesmal im Filmhauskino Köln mit der türkischen Umweltkomödie “Entelköy gegen Efeköy” statt. Claudia Roth spielt in dem Film eine EU-Kommissarin, die ein türkisches Dorf vor dem Bau eines Kohle-Großkraftwerkes rettet „wink“-Emoticon Special Guest war die Schauspielerin Engin Akin, die extra für den Abend aus der Türkei angereist war. Im Anschluss an den Film gab es mit dem Publikum eine ausführliche Diskussion zur aktuellen Lage in der Türkei, insbesondere zur Lage der dortigen Umweltbewegung.

22Apr

Fachkonferenz diskutiert Zukunft der Städte

Kongress Groschek Ott usw

Beim Kongress der NRW-Architektenkammer “NRW lebt” standen Konzepte für eine autoarme Innenstadt der Zukunft im Mittelpunkt. Unter dem Stichwort “Nahmobilität” planen zahlreiche Kommunen Schritte zur Stärkung des ÖPNV, des Rad-und Fußverkehrs.

Landesminister Mike Groschek stelle den “Aktionsplan Nahmobilität” der rot-grünen Landesregierung vor und forderte den Umbau der Städte, weg von der autogerechten Stadt. Auf vier Exkursionen durch die Kölner Innenstadt nahmen die TeilnehmerInnen anschließend die Aktivitäten der Stadt Köln ins Visier.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung der NRW-Architektenkammer (Christof Rose)

21Apr

Bund schafft mit ÖPP-Unterstützung Schattenhaushalte

Brücke DüsseldorfMarode Brücken und verfallene Schulen zeigen: Deutschland lebt von der Substanz. Die Große Koalition hat trotz hoher Steuereinnahmen und niedriger Zinsen nicht den Investitionsstau aufgelöst. Und Gabriel und Schäuble sind weiter auf dem falschen Weg.

Denn mit ihrer heute vorgeschlagenen Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und der Unterstützung von öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) setzen der Bundesfinanzminister und sein Kabinettskollege Gabriel auf unsolide Finanzierungsmodelle.

Für ÖPP-Projekte sollen zukünftig teure Kredite aufgenommen werden, die Investoren eine Extra-Rendite bieten, anstatt jetzt günstige öffentliche Kredite oder Einnahmen zu nutzen. Die Zeche werden auf Jahrzehnte die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler finanzieren müssen. Denn zahlreiche ÖPP-Projekte sind in den vergangenen Jahren finanziell aus dem Ruder gelaufen, der Bundesrechnungshof monierte oft die nicht nachhaltige Finanzierung.

Vor dem Hintergrund der Schuldenbremse und der Schwarzen Null-Ideologie werden mit ÖPP-Projekten undurchsichtige Schattenhaushalte geschaffen. Mit dem heute vorgestellten Vorhabenkatalog kaschiert die Große Koalition ihre Unfähigkeit, durch zukunftsfähige Haushaltspolitik die dringend nötigen Investitionen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Der notwendigen Sanierung der Verkehrswege wird damit ein Bärendienst erwiesen.

14Apr

Grünen-Politiker Arndt Klocke im FRESH-Gespräch

CSD Heumarkt„Einmal die Woche brauche ich schwule Luft“

Grünen-Politiker Arndt Klocke im FRESH-Gespräch

Arndt Klocke ist 44 Jahre alt, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, verkehrspolitischer Sprecher und Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses. Er lebt in Köln und hat dort seinen Wahlkreis (Köln III), wo er in der Direktwahl mit dem landesweit besten Grünen-Ergebnis hinter der SPD auf dem zweiten Platz landete. Und er ist offen schwul.

Nein, einen schwul-lesbischen Stammtisch im Landtag gebe es nicht, sagt Arndt Klocke. Er kenne sowieso nur zwei weitere queere Abgeordnete, einen SPD-Kollegen und seine Parteifreundin Josefine Paul. Letztere wurde kürzlich erst in den Fraktionsvorstand gewählt. „Eine wichtige Personalie“, sagt er, aber: „Es gibt bei den Grünen keine Homo-Quote.“

Zum NRW-Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sagt Arndt Klocke: „Es war ein wichtiger Schritt, dass eine Landesregierung von sich aus sagt, wir wollen in diesem Bereich aktiv werden.“ Die Beteiligung vieler Gruppen und Initiativen an der Entwicklung des Maßnahmenkatalogs sei dabei besonders wichtig gewesen. Mit Blick auf die Schuldenbremse gebe es aber nur eingeschränkt Möglichkeiten, Förderkataloge auszuweiten. Bei der Schulaufklärung und Lehrerfortbildung müsse aber „in den nächsten Jahren mehr passieren“, meint Klocke.

Vor seiner Abgeordnetentätigkeit war Arndt Klocke Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in NRW, dann stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Seine weitere politische Karriere hat er noch nicht geplant. „Vielleicht wird in zehn Jahren ja mal ein grüner Verkehrsminister gesucht“, scherzt er. Gerade hat der Kölner für seine Fraktion weitere Aufgaben übernommen, er ist jetzt auch zuständig für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Wohnen ist auch privat ein Thema. Mit seinem langjährigen Partner Sven Lehmann, der ihn im Amt des Grünen-Landeschefs beerbt hat, gibt es keine gemeinsame Wohnung.

„Manchmal finde ich es schön, abends nach Hause zu kommen und Zeit für mich zu haben“, sagt er. „Für uns ein gutes Modell, es erhält die Beziehung auf jeden Fall frisch.“ Über Verpartnerung werde aber nachgedacht,
verrät Arndt Klocke. Regelmäßig, „aber nicht ständig“ sei er in der schwulen Szene unterwegs. „Ich bin nicht der Typ, der abends drei, vier Mal in der Woche ins Corner geht und sich an den Tresen setzt“, sagt Klocke und ergänzt

„Aber einmal die Woche brauche ich schwule Luft.“ Auch beim CSD ist er regelmäßig dabei. In Köln sowieso, aber auch anderswo. „Bielefeld mag ich total gerne, das ist überschaubar, die Leute kennen sich und sind auch noch politischer.“

Veröffentlichung mit der freundlichen Genehmigung von “Fresh – Das Queer-Magazin fürs Revier” (April Ausgabe) – Foto: Beim grünen CSD-Infostand am Kölner Heumarkt

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