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NRW

NRW ist ein spannendes, vielfältiges und buntes Land! Ich bin ein echter NRWler: Geboren in Ostwestfalen, habe in Münster studiert und lebe jetzt im Rheinland. Wir GRÜNE wollen NRW verändern und gestalten – ökologischer, sozialer, gerechter. Dazu entwickeln wir Ideen und versuchen, in der Gesellschaft für unsere Konzepte zu werben und überall im Land präsent zu sein. Zehn Jahre haben wir in NRW mitregiert und sind seit zwanzig Jahren im Landtag vertreten – das wollen wir ausbauen!

 

 

24Feb

Die Studiengebühren sind abgeschafft!

[Update: Link zum Video meiner Plenarrede] (VCL oder Realplayer erforderlich)

Ein wichtiges Wahlversprechen wurde heute eingelöst: Die NRW Studiengebühren sind abgeschafft!

Fünf Jahre nach Einführung der Studiengebühren haben wir dem neoliberalen Experiment von Schwarz-Gelb ein Ende bereitet und die Campus-Maut mit einer deutlichen Mehrheit im Parlament abgeschafft! Ab dem kommenden Wintersemester 2011/2012 wird es in NRW an unseren Hochschulen keine Studiengebühren mehr geben! Um es klar zu sagen: Auch Langzeitstudiengebühren oder Gebühren für die Aufnahme eines Zweitstudiums gehören der Vergangenheit an.

Nach zähem parlamentarischem Ringen ist die Debatte über die Frage von Bildungsgerechtigkeit und politischer Verantwortung zugunsten der Studierenden entschieden worden. Während CDU und FDP Hoteliers und Besserverdienende entlasten, wollen wir, dass Kinder und Jugendliche, deren Eltern nicht so vermögend sind, an unserem Bildungssystem partizipieren können. Nach wie vor ist das deutsche Hochschulsystem sozial selektiv wie kein anderes in der Welt, dabei sind wir – auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels – auf alle Talente aus allen Schichten der Bevölkerung angewiesen. 

Die heutige Entscheidung zur Abschaffung der Studiengebühren wird Signalwirkung für die gesamte Bildungslandschaft weit über NRW hinaus entfalten. Neben dem Saarland sind wir nach Hessen das zweite große Flächenland, das sich von der Campus-Maut verabschiedet. Hamburg plant unter der neuen Regierung nachzuziehen und in Baden-Württemberg ist die Abschaffung der Studiengebühren eine zentrale Wahlkampfaussage der Grünen.

In NRW haben wir nun unser Wahlversprechen eingelöst und einen entscheidenden Schritt getan weg von der Privat-vor-Staat-Politik der alten Landesregierung hin zu mehr landespolitischer Verantwortung für die Hochschullandschaft in NRW.

Natürlich ist die Refinanzierung der Studiengebühren kein Pappenstil aber wir tragen auch Sorge dafür, dass die Qualität von Studium und Lehre sich nicht verschlechtert. Deshalb kompensieren wir den Hochschulen die fehlenden Mittel in voller Höhe. Die eingeplanten 249 Mio. Euro sind eine zusätzliche Leistung durch das Land und sie stehen ausschließlich für die qualitative Verbesserung von Studium und Lehre zur Verfügung. Die Hochschulen erhalten diese Summe on top zur Grundfinanzierung. Dafür sind jedes Jahr 4,4 Mrd. Euro veranschlagt.

Wir Grüne haben uns auch dafür stark gemacht, im Studiengebührenabschaffungsgesetz die Mitbestimmung der Studierenden bei der Verwendung der Mittel für die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre zu stärken. Mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder der Qualitätsverbesserungskommission soll aus Studierenden bestehen. Im Gesetz wird ausdrücklich die Relevanz des Votums zu den planerischen Vorschlägen im Interesse der Studierenden betont.

Ab dem kommenden Wintersemester werden nun endlich wieder gleiche Bildungschancen für alle gelten. Vor diesem Hintergrund ist es auch folgerichtig, weitere von CDU und FDP im Gesetz verankerte  Hürden abzubauen und sowohl die Betreuungsgebühren als auch die Abgaben für Auswahlverfahren an den Hochschulen für ausländische Studierende komplett zu streichen.

Das ist heute ein riesiger politischer Erfolg auf dem Weg zu einem gebührenfreien Studium bundesweit.

10Feb

Kulturausschuss tagt auf Schloss Moyland

Zu einer externen Sitzung auf  Schloss Moyland am Niederrhein kam der Kulturausschuss des Landtags NRW unter Vorsitz von Dr. Fritz Behrens zusammen. Das Anwesen bei Bedburg-Hau im Kreis Kleve beherbergt seit bald 15 Jahre eine große Kunstsammlung der Geschwister van der Grinthen, darunter fast 5000 Werke des Düsseldorfer Künstlers und Grünen-Aktivisten Joseph Beuys.

Mehrere bisher unveröffentlichte Beuys-Zeichnungen sind in der aktuellen Ausstellung „Energieplan“ zu sehen, durch die der Ausschuss bei seinem Besuch eine Führung bekam. In dem auf Moyland geführten „Joseph Beuys“-Archiv, ein Teil-Institut der Kunstakademie Düsseldorf, werden weit über 200000 Archivalien und Dokumente zu Leben, Werk und Wirken des Künstlers aufbewahrt. Das Schlossgebäude wird derzeit umgebaut, ebenso Teile des großen Skulpturenparks. Der Ausschuss diskutierte mit der Leitung des Hauses Fragen der zukünftigen Nutzung, Finanzierung und Umgestaltung der Kulturstätte.

08Feb

Klocke: VRR und DB-Regio dürfen keine Nachteile für die Fahrgäste zulassen!

Pressemitteilung zum BGH-Urteil im VRR-Vergabeverfahren 

Zum Urteil des Bundesgerichtshofes im Rechtsstreit zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und dem Bahnunternehmen ABELLIO erklärt Arndt Klocke MdL, verkehrspolitischer Sprecher:

„Nach dem heutigen Richterspruch am BGH darf es nicht zu Nachteilen für die Nahverkehrs-Kunden kommen. Die Verbesserungen im Angebot der letzten Jahre müssen aufrechterhalten und weiter ausgebaut werden. Das mit dem Fahrplanwechsel im Dezember gestartete neue RE-Konzept zeigt bereits jetzt Wirkung und führt zu einer Entlastung der bislang überfüllten Pendler-Verbindungen. DB Regio und VRR sind jetzt gefordert, damit es durch die heutige Entscheidung nicht zu Nachteilen im NRW-Nahverkehr kommt.

Es ist erfreulich, dass das Urteil des Bundesgerichtshofes jetzt Rechtsklarheit für mehr Wettbewerb in den Vergaben bei Bussen und Bahnen schafft. Die Fahrgäste werden hiervon profitieren, weil zukünftig die Qualität des Verkehrsangebotes und nicht die Marktmacht zur Grundlage der Auftragserteilung wird.

Bei der weiteren Umsetzung des heutigen BGH-Urteils richten wir an alle Beteiligten den Appell, die Interessen der Kundinnen und Kunden in Bussen und Bahnen in den Vordergrund zu stellen. Jetzt müssen klare und transparente Verfahren durchgeführt und auf dieser Basis rechtssichere Entscheidungen getroffen werden.“

04Feb

Gespräch mit VCD und PRO BAHN NRW

Beim heutigen Treffen mit den Landesvorständen von VCD (Verkehrsclub Deutschland) und PRO BAHN gab es einen regen Austausch über die rot-grüne Verkehrspolitik dieser Legislatur. Die Kernziele des Koalitionsvertrags, wie die Stärkung von Bus, Bahn wie Rad und die Leitlinie „Straßenerhalt statt Neubau“ fanden hierbei breite Unterstützung der beiden Verbände.

Ein Themenschwerpunkt war die weitere Entwicklung im NRW Schienenverkehr. Sowohl bei dem aus wirtschaftlicher und Anwohnersicht gleichermaßen dringend benötigten Ausbau der „Betuwe“-Linie als auch beim “Rhein-Ruhr-Express (RRX)” lautet die gemeinsame Überzeugung, dass der Bund sich zu seinem größten Transitland Nordrhein-Westfalen bekennen muss. Das bedeutet, dass das erforderliche Geld nicht in Projekten wie „Stuttgart 21“ vergraben werden darf, sondern auch für sinnvolle Infrastrukturprojekte in NRW bereit stehen muss. Die Achse Köln – Düsseldorf – Dortmund – Duisburg verbindet den größten Industrie- und Ballungsraum Europas und benötigt dringend einen Ausbau der Schienenwege.

Ein weiterer Austausch galt dem geplanten landesweiten Sozialticket, der Förderung von Car-Sharing und der Erstellung einer Themensammlung für die geplante ÖPNV-Zukunftskommission der Landesregierung. Gemeinsam wurde auch die Frage nach mehr Bürgerbeteiligung erörtert: Wie können Großprojekte im Schienenverkehr besser vorbreitet, demokratisch legitimiert und damit von der Bevölkerung akzeptierter durchgeführt werden?!

Es war ein guter Austausch über die Zukunft des Verkehrs in NRW, in der man sich einig war: Verkehre in NRW müssen im 21. Jahrhundert nachhaltig organisiert werden. Verkehrsträger neben dem MIV (motorisierten Individual-Verkehr) werden immer relevanter und die Interessen von Fahrgästen, AnwohnerInnen und Wirtschaft müssen gleichberechtigt berücksichtigt werden.  

Euer Arndt

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