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NRW

NRW ist ein spannendes, vielfältiges und buntes Land! Ich bin ein echter NRWler: Geboren in Ostwestfalen, habe in Münster studiert und lebe jetzt im Rheinland. Wir GRÜNE wollen NRW verändern und gestalten – ökologischer, sozialer, gerechter. Dazu entwickeln wir Ideen und versuchen, in der Gesellschaft für unsere Konzepte zu werben und überall im Land präsent zu sein. Zehn Jahre haben wir in NRW mitregiert und sind seit zwanzig Jahren im Landtag vertreten – das wollen wir ausbauen!

 

 

25Jul

Sommer-Newsletter Verkehr

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe verkehrspolitisch Interessierte,

die anstehende Sommerpause (dies ist wegen dieser auch vorerst der letzte Post an dieser Stelle) ist ein guter Zeitpunkt, die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen. Im Schatten der immer wieder auflebenden Debatte um Neuwahlen haben wir uns intensiv mit der Abarbeitung des Koalitionsvertrages im Kapitel Verkehr beschäftigt.

Leider musste ich feststellen, dass viele Abgeordnete anderer Fraktionen mit dem Begriff Verkehr nur das Auto in Verbindung bringen. Dabei gilt: Ob Personen- oder Güterverkehr, ob Fahrrad, Fußgänger, Schiene, Straße oder Schiff – zukunftsfähig wird NRW nur, wen es diesen Sektor multidimensional denkt.

Dafür braucht es aber auch die entsprechende Infrastruktur und damit Geld aus Berlin. Dort wird NRW allerdings systematisch – vorsichtig ausgedrückt – vernachlässigt. Vor allem fehlen die notwendigen Mittel für den RRX zwischen Köln und Dortmund und für den Ausbau der Betuwe-Linie, mit der insbesondere von Rotterdam Güterverkehre ins Ruhrgebiet rollen. In NRW wäre mit dem Geld, das in den Süden fließt (Stuttgart 21), im wahrsten Sinne des Wortes viel zu bewegen.

Mein persönliches Fazit vor den Ferien: Vieles und Wichtiges haben wir auf den Weg gebracht, die Arbeit wird uns aber sicher nicht ausgehen. Darüber hinaus möchte ich mich herzlich bei Euch für Eure vielen Anregungen, Anfragen und Eure Ansprechbarkeit danken.

1.      Das Sozialticket ist auf einem guten Weg

2.      Der Lärmschutz an Autobahnen wird verbessert werden 

3.      Die Binnenschifffahrt in Nordrhein Westfalen erfährt Unterstützung 

4.      Mit dem Haushalt sind die Weichen für eine nachhaltige Infrastrukturpolitik gestellt worden

 

1. Sozialticket auf einem guten Weg

Im Juli sind im VRR und VRS weitere Schritte zur Einführung des Sozialtickets eingeleitet worden. Dem Ziel der Koalition ein landesweites Sozialticket zu erreichen, kommen wir näher. Wird am Ende in beiden Verbünden vollständig das Sozialticket eingeführt und geschieht dies auch in Bielefeld, kann zusammen mit dem Aachener Verkehrsverbund, Münster und dem Kreis Unna in Gebieten in denen 75 % der Landesbevölkerung wohnen ein Sozialticket bezogen werden.

Hier geht´s zur Pressemitteilung von Mario Krüger, Sprecher der grünen VRR-Fraktion

2. Lärmschutz an Autobahnen

Im Februar haben wir uns für einen Lärmaktionsplan des Landes ausgesprochen, damit die Lärmaktionsplanungen der Kommunen durch das Land und insbesondere den Landesbetriebes Straßen NRW unterstützt wird und entlang von Autobahnen der Lärm gemindert wird. Zu unserem Antrag wurde eine Anhörung durchgeführt, die zwei zentrale Ergebnisse für uns erbracht hat. Wir brauchen eine Herabsetzung der Lärmgrenzwerte, die eine Sanierung auslösen. Zum zweiten ist die Verwendung von lärmarmem Asphalt eine gute Methode, die Belastung der AnwohnerInnen deutlich zu verringern. Mit diesen beiden Aspekten werden wir unseren Antrag weiterentwickeln und dann abschließend zur Abstimmung bringen.

Der Antrag

Zugang zur den Landtagsanhörungen

3. Binnenschifffahrt in Nordrhein Westfalen

Der Landtag diskutiert gerade darüber, wie die Binnenschifffahrt in NRW richtigerweise gefördert werden müsste. Die FDP ist der Auffassung, dass sich das Land mehr um Bundeswasserstraßen und den Streckenausbau der Deutschen Bahn AG kümmern müsste. Wir haben darauf verwiesen, dass der Bund seit geraumer Zeit seinen Verpflichtungen für den Güterverkehr in NRW nicht mehr nachkommt. In einer gemeinsamen Anhörung am 7. Juni im Landtag wurde der Wille deutlich, sich in Berlin fraktionsübergreifend für die Binnenschifffahrt zwischen Rhein und Weser einzusetzen. In NRW findet 80 % der bundesdeutschen Binnenschifffahrt statt und es besteht dringender Handlungsbedarf. Der Hafen Rotterdam erweitert seine Containerumschlagskapazitäten massiv. Mit Verträgen mit den Speditionen über den Modal Split der abgehenden Verkehre schafft es der Hafen Rotterdam, dass der große Teil der Container mit dem Schiff oder der Bahn abtransportiert wird – bis zur deutschen Grenze. Dort geht es dann allerdings nicht mehr weiter, weil beispielsweise das dritte Gleis der Betuwe-Linie fehlt oder auf den Kanälen die Brücken nicht so angehoben sind, dass sie die Partikuliere rentabel befahren können.

Zugang zur den Landtagsanhörungen

Die Fortschreibung des Wasserstraßenverkehrs- und Hafenkonzeptes des Landes Nordrhein-Westfalens findet ihr hier

Broschüre „Binnenhäfen im Spannungsfeld konkurrierender Nutzungsinteressen“ – Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr:

4. Nachhaltige Infrastrukturpolitik

Mit dem Haushalt 2011 wird ein überfälliger Paradigmenwechsel in der Verkehrsplanung NRWs eingeleitet. Wie schon im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen festgehalten, werden wir den Fokus auf den Straßenerhalt legen. Die Pflege der Straßensubstanz wurde in den letzten Jahren deutlich vernachlässigt, dabei ist genau dieser Erhalt die günstigste Variante, sichere und schnelle Mobilität auf der Straße sicherzustellen.

Meine Pressemitteilung zum Thema

Mit grünen Grüßen und einen schönen Sommer,

Euer Arndt

21Jul

PM: Stuttgart 21 ist auch für NRW ein Stresstest

Zu den Meldungen, dass „Stuttgart 21“ den Stresstest bestanden haben soll, erklärt Arndt Klocke MdL, verkehrspolitischer Sprecher:

„Der Gigantismus der alten schwarz-gelben Landesregierung in Baden-Württemberg ist schon jetzt ein bundesweiter Stresstest für die öffentlichen Finanzen. Das gilt unabhängig davon, ob Stuttgart 21 Wirklichkeit wird oder nicht. Denn durch die weitreichende Mittelbindung für das Stuttgarter Megaprojekt ist NRW schon heute massiv betroffen.
 
Die Projekte RRX-Ausbau, das dritte Gleis für die Betuwe-Linie und der Eiserne Rhein sind seit Jahren nicht ausreichend finanziert. Schuld haben die absurd hohen Kosten für Stuttgart 21.

Der industriestärkste und bevölkerungsreichste Ballungsraum an Rhein und Ruhr wird von der Bundesregierung verkehrspolitisch abgehängt. Im Ergebnis fehlen bei uns im Land der erforderliche leistungsfähige Nahverkehr und die Entlastung der Straße vom Güterverkehr.

Dies stresst die Menschen in NRW schon jetzt. Je eher sich die Bahn von „Stuttgart 21“ verabschiedet, desto besser wäre es für uns in Nordrhein-Westfalen.“

Zum Thema ein interessantes Interview mit Boris Palmer im Deutschlandfunk

19Jul

PM: Asch, Klocke und Ünal: Der Schulkonsens ist da!

Zum heute verkündeten Schulkonsens zwischen CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen erklären die Kölner Landtagsabgeordneten Andrea Asch, Arndt Klocke und Arif Ünal (Bündnis 90/Die Grünen):

„Das ist ein guter Tag für NRW und auch für Köln. Denn mit den „Gemeinsamen Leitlinien“ geben die drei großen Parteien die Zusage, dass für die nächsten zwölf Jahre ein verlässlicher Rahmen für die Schulentwicklung gegeben ist. Das gibt die notwendige Ruhe und Klarheit für die Entscheidungen vor Ort.

Auf das heutige Signal haben Eltern, Schulen und Schulträger in Köln sehnsüchtig gewartet. Die notwendige Schulentwicklung wird nicht mehr ausgebremst, sondern von einer breiten Mehrheit im Parlament getragen.

Längeres gemeinsames Lernen wird ermöglicht, und Schulstandorte können nachhaltig gesichert werden. Die Qualität und Leistungsfähigkeit des Schulsystems wird weiterentwickelt. All diese Forderungen wurden bereits von der Bildungskonferenz erhoben, die auf Initiative der Grünen Schulministerin Sylvia Löhrmann eine hervorragende Arbeit geleistet hat.

Das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule bleibt erhalten. Da die jetzige Verbundschule darin einfließt und nicht mehr als eigene Schulform gegründet werden kann, haben sich Grüne, SPD und CDU auf einen neuen Namen verständigt.

Die „Sekundarschule“ legt – wie die Gemeinschaftsschule – mit ihren gymnasialen Standards von Anfang an den Weg zur Hochschulreife gerade im ländlichen Raum an. Deshalb braucht sie auch eine verbindliche Oberstufenkooperation. Wenn in einer Kommune direkt eine mindestens vierzügige Schule mit Oberstufe errichtet werden soll, so kann das über eine Gesamtschulgründung erfolgen. Die Errichtungsgröße wurde auf die Zahl 100 Anmeldungen gesenkt.

Die Lerngruppengrößen werden schrittweise für die Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien abgesenkt. Ganz wichtig war es uns, auch eine Regelung für die kleinen Grundschulstandorte zu finden und das Prinzip „kurze Beine – kurze Wege“ gerade im ländlichen Raum zu gewährleisten.

Im Sommer erfolgt auch dazu die gesetzliche Ausarbeitung, die nach den Ferien vorliegen soll. Das neue gemeinsame Schulgesetz soll so rechtzeitig im Herbst beschlossen werden, dass die Kommunen ihre Anträge für die Sekundarschule noch in diesem Jahr stellen können.“

14Jul

Kölner Schülerin Lea Truxius sitzt im NRW-Jugendlandtag

Zum vierten Mal findet an diesem Wochenende der Jugend-Landtag NRW statt. Mit dabei, auf Einladung des grünen Landtagsabgeordneten Arndt Klocke, ist Lea Truxius (17) aus Nippes.
181 Jugendliche werden vom 14. bis zum 16. Juli im Düsseldorfer Landtag die Arbeit des Parlaments simulieren. Mit allem was auch bei den Profis dazu gehört, also Fraktions-, Ausschuss-, Arbeitskreissitzungen und Expertenanhörungen. Zum Abschluss findet eine Plenarsitzung mit Abstimmung statt, die im Internet übertragen wird.

Anhand von zwei Themen, die von den Teilnehmern des Vorjahres vorbereitet werden, wird der komplette Weg einer Gesetzgebung durchgespielt. In diesem Jahr befasst sich der Jugendlandtag mit den Anträgen „Alkoholkonsum einschränken“ und „Schule Zukunftsfähig machen“. Doch es ist mehr als ein Planspiel. Die Beschlüsse des Jugend-Landtags werden anschließend in den realen Ausschüssen des echten Landtags beraten.

An Politik ist Lea, die im Moment die 11. Jahrgangsstufe des Leonardo-da-Vinci Gymnasiums besucht, schon lange interessiert. „Ich bin vielleicht kein jugendlicher Politprofi, bringe aber umso mehr Interesse an neuen Erfahrungen mit. Ich bin schon sehr gespannt darauf, andere Jugendliche mit ähnlichen Interessen zu treffen. Mein bisher lediglich theoretisches Wissen aus dem Schulfach Sozialwissenschaften in der Praxis anwenden zu können, wird sicher eine bereichernde Erfahrung“, blickt Lea mit Vorfreude auf die kommenden Tage.

Über die Teilnahme Leas am Jugendparlament freut sich besonders auch Kölner Grünen-Abgeordnete Arndt Klocke. „Ich freue mich, einer engagierten Schülerin die Möglichkeit zum Schnuppern in der Landespolitik zu geben. Lea wird drei Tage auf  meinem Stuhl im Plenarsaal Platz nehmen und mit 180 anderen jungen Leuten politische Themen diskutieren. Beim Abend der Begegnung sind wir Politiker mit dabei und tauschen uns dann mit den Nachwuchs-Abgeordneten über ihre Erfahrungen und Ideen aus. Der Jugendlandtag ist schließlich keine Einbahnstraße. Wir Abgeordnete profitieren genauso von diesem Austausch wie unsere jungen Gäste.“

Weitere Informationen zum NRW-Jugendlandtag 2011 auf der offiziellen Homepage des Landtags

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