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NRW

NRW ist ein spannendes, vielfältiges und buntes Land! Ich bin ein echter NRWler: Geboren in Ostwestfalen, habe in Münster studiert und lebe jetzt im Rheinland. Wir GRÜNE wollen NRW verändern und gestalten – ökologischer, sozialer, gerechter. Dazu entwickeln wir Ideen und versuchen, in der Gesellschaft für unsere Konzepte zu werben und überall im Land präsent zu sein. Zehn Jahre haben wir in NRW mitregiert und sind seit zwanzig Jahren im Landtag vertreten – das wollen wir ausbauen!

 

 

15Sep

Klausurtagung der Grünen Fraktion in Paderborn

Am 12. und 13. September 2011 traf sich die Grüne Fraktion anlässlich einer regulären Fraktionsklausur in Paderborn. Bei Beratungen jenseits des parlamentarischen Tagesbetriebs konnte sich die Fraktion über eine Vielzahl an Themen zu politischen Schwerpunkten der kommenden Monate austauschen.

So hat neben dem Schulkonsens insbesonders das Klimaschutzgesetz und das Klimaschutzsofortprogramm eine große politische Bedeutung. Das Klimaschutzgesetz ist ein Schlüsselvorhaben des rot-grünen Politikwechsels. Gäbe sich das Industrieland NRW als erstes Bundesland ein eigenes Klimaschutzgesetz, hätte dies eine Signalwirkung weit über die Landesgrenzen hinaus.

Vor allem für Handwerk und Mittelstand in NRW werden durch das Klimaschutzprogramm viele positive Impulse erwartet.

Gerade im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung werde das Land umfangreiche Mittel bereitstellen, damit die Energiewende auf Touren kommt.

Im Blick auf die aktuelle politische Lage war sich die Grüne Fraktion einig: Rot-Grün regiert Nordrhein-Westfalen stabil und sehr erfolgreich. Die Grüne Fraktion wird ihren Beitrag leisten, damit das so bleibt. Dazu gehört auch, dass sich die Grünen nicht von den aufgeregten Selbstfindungsprozessen einzelner Oppositionsfraktionen anstecken lassen. Auf eine Debatte mit Drohungen und Maximalforderungen werden wir uns nicht einlassen.

Klar ist, dass der nächste Landeshaushalt ein Sparhaushalt werden muss, ohne dass die rot-grünen Erfolge von der Abschaffung der Studiengebühren bis zur Stärkung der Kommunalfinanzen gefährdet werden. Die Ankündigung des Finanzministers, Einsparungen im Umfang von 750 Millionen Euro zu erzielen, unterstützen wir.

Die einzige richtige Antwort auf die unverantwortliche schwarz-gelbe Chaospolitik in Berlin ist eine verlässliche rot-grüne Reformpolitik in Düsseldorf.

12Sep

Asch und Klocke: Der Schulkonsens ist auf einem guten Weg

Zur heutigen Landtagsdebatte über den Schulkonsens erklären die Kölner Landtagsabgeordneten Andrea Asch, MdL und Arndt Klocke, MdL:

 „Die intensive Zusammenarbeit der drei Fraktionen in den Sommerferien hat sich gelohnt. Die Einführung der neuen Sekundarschule und die Streichung der Hauptschulgarantie aus der Verfassung bereiten die Grundlage für eine moderne Schulentwicklung. Künftig richtet sich die Schulpolitik in NRW an der Realität und den Elternwünschen vor Ort aus. Der Weg für das längere gemeinsame Lernen ist frei. Die Zeit der bildungspolitischen Grabenkämpfe wird endlich beendet.

Dies alles wäre undenkbar, wenn nicht die vielen Verbände, Initiativen und Engagierten in der NRW-Bildungskonferenz die Grundlage für diesen Konsens bereitet hätten. Ich freue mich darüber, dass die kluge und besonnene Arbeit der Grünen Bildungsministerin Sylvia Löhrmann zum Erfolg geführt hat.

Wir sind uns sicher, dass die neue Sekundarschule in verbindlicher Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg ein hochattraktives Schulangebot für viele Eltern in Nordrhein-Westfalen wird. Sie hält den Weg zum Abitur offen. Das gemeinsame Lernen ist in den Klassen 5 und 6 verbindlich und – wenn gewollt – auch bis zur Klasse 10 möglich. Außerdem wird die Neugründung von Gesamtschulen als Schulangebot mit gymnasialer Oberstufe erleichtert. Das integrative Schulangebot in NRW wird somit eindeutig gestärkt.

Der Schulkonsens in NRW zeigt, dass Politik in der Lage ist, über Parteigrenzen hinweg vernünftige Lösungen zu finden, statt in ideologischen Schützengräben zu verharren. Gewinner sind die Schülerinnen und Schüler.“

23Aug

PM: Wir wollen Ramsauers Monstertrucks nicht

Klocke: Wir wollen Ramsauers Monstertrucks nicht
 
Gegenwärtig wird erneut über die Zulassung sogenannter Gigaliner auf deutschen Straßen diskutiert. Diese 25 Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren LKWs sollen nach Auffassung von Bundesminister Ramsauer (CSU) künftig gegen den Willen der Ländermehrheit im Bundesrat über eine Ausnahmeverordnung auf die Straße gebracht werden. Dazu erklärt Arndt Klocke MdL, verkehrspolitischer Sprecher:

„Alles spricht gegen Monstertrucks auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen. Sie sind eine Gefährdung für alle anderen Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer. Sie schaden der Umwelt und verursachen massive Straßen- und Brückenschäden. Deshalb hat sich NRW gemeinsam mit der Mehrheit der Bundesländer gegen einen geplanten Feldversuch ausgesprochen.
Wir warnen Bundesverkehrsminister Ramsauer dringend davor, den Willen des Bundesrats auszuhebeln und mit einer rechtlich äußerst fragwürdigen Ausnahmeverordnung einfach Fakten durchzudrücken.

Ziel von Rot-Grün in NRW ist es, mehr Gütertransport von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Hier aber blockiert Ramsauer den längst überfälligen Ausbau der Betuwe-Linie und des Eisernen Rheins und will stattdessen mehrere Milliarden Euro beim Umbau des Stuttgarter Bahnhofs versenken. Es ist ein Offenbarungseid, wenn Schwarz-Gelb in Berlin die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene nun klammheimlich aufgibt und stattdessen immer größere Lastwagen auf die Straße schicken will.
Fast amüsant mutet die heutige Beschwerde der niedersächsischen FDP an, das NRW-Verkehrsministerium habe nach der Landtagswahl seine Haltung zu Gigalinern geändert. Selbstverständlich hat NRW seine Haltung geändert, denn dafür haben die Menschen im Land mit der letzten Landtagswahl gesorgt. SPD und Grüne stehen für eine umweltgerechte Güterverkehrspolitik. Einen bundesweiten Modellversuch für Gigaliner lehnen wir ab und halten am Beschluss der Verkehrsministerkonferenz aus dem Jahre 2007 fest. So steht es auch im Koalitionsvertrag.

Ramsauer soll endlich das Geld für dringend benötigte Schieneninfrastrukturprojekte in NRW bereitstellen. Seine Monstertrucks kann er behalten.“

Foto: Allianz Pro Schiene

25Jul

Sommer-Newsletter Verkehr

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe verkehrspolitisch Interessierte,

die anstehende Sommerpause (dies ist wegen dieser auch vorerst der letzte Post an dieser Stelle) ist ein guter Zeitpunkt, die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen. Im Schatten der immer wieder auflebenden Debatte um Neuwahlen haben wir uns intensiv mit der Abarbeitung des Koalitionsvertrages im Kapitel Verkehr beschäftigt.

Leider musste ich feststellen, dass viele Abgeordnete anderer Fraktionen mit dem Begriff Verkehr nur das Auto in Verbindung bringen. Dabei gilt: Ob Personen- oder Güterverkehr, ob Fahrrad, Fußgänger, Schiene, Straße oder Schiff – zukunftsfähig wird NRW nur, wen es diesen Sektor multidimensional denkt.

Dafür braucht es aber auch die entsprechende Infrastruktur und damit Geld aus Berlin. Dort wird NRW allerdings systematisch – vorsichtig ausgedrückt – vernachlässigt. Vor allem fehlen die notwendigen Mittel für den RRX zwischen Köln und Dortmund und für den Ausbau der Betuwe-Linie, mit der insbesondere von Rotterdam Güterverkehre ins Ruhrgebiet rollen. In NRW wäre mit dem Geld, das in den Süden fließt (Stuttgart 21), im wahrsten Sinne des Wortes viel zu bewegen.

Mein persönliches Fazit vor den Ferien: Vieles und Wichtiges haben wir auf den Weg gebracht, die Arbeit wird uns aber sicher nicht ausgehen. Darüber hinaus möchte ich mich herzlich bei Euch für Eure vielen Anregungen, Anfragen und Eure Ansprechbarkeit danken.

1.      Das Sozialticket ist auf einem guten Weg

2.      Der Lärmschutz an Autobahnen wird verbessert werden 

3.      Die Binnenschifffahrt in Nordrhein Westfalen erfährt Unterstützung 

4.      Mit dem Haushalt sind die Weichen für eine nachhaltige Infrastrukturpolitik gestellt worden

 

1. Sozialticket auf einem guten Weg

Im Juli sind im VRR und VRS weitere Schritte zur Einführung des Sozialtickets eingeleitet worden. Dem Ziel der Koalition ein landesweites Sozialticket zu erreichen, kommen wir näher. Wird am Ende in beiden Verbünden vollständig das Sozialticket eingeführt und geschieht dies auch in Bielefeld, kann zusammen mit dem Aachener Verkehrsverbund, Münster und dem Kreis Unna in Gebieten in denen 75 % der Landesbevölkerung wohnen ein Sozialticket bezogen werden.

Hier geht´s zur Pressemitteilung von Mario Krüger, Sprecher der grünen VRR-Fraktion

2. Lärmschutz an Autobahnen

Im Februar haben wir uns für einen Lärmaktionsplan des Landes ausgesprochen, damit die Lärmaktionsplanungen der Kommunen durch das Land und insbesondere den Landesbetriebes Straßen NRW unterstützt wird und entlang von Autobahnen der Lärm gemindert wird. Zu unserem Antrag wurde eine Anhörung durchgeführt, die zwei zentrale Ergebnisse für uns erbracht hat. Wir brauchen eine Herabsetzung der Lärmgrenzwerte, die eine Sanierung auslösen. Zum zweiten ist die Verwendung von lärmarmem Asphalt eine gute Methode, die Belastung der AnwohnerInnen deutlich zu verringern. Mit diesen beiden Aspekten werden wir unseren Antrag weiterentwickeln und dann abschließend zur Abstimmung bringen.

Der Antrag

Zugang zur den Landtagsanhörungen

3. Binnenschifffahrt in Nordrhein Westfalen

Der Landtag diskutiert gerade darüber, wie die Binnenschifffahrt in NRW richtigerweise gefördert werden müsste. Die FDP ist der Auffassung, dass sich das Land mehr um Bundeswasserstraßen und den Streckenausbau der Deutschen Bahn AG kümmern müsste. Wir haben darauf verwiesen, dass der Bund seit geraumer Zeit seinen Verpflichtungen für den Güterverkehr in NRW nicht mehr nachkommt. In einer gemeinsamen Anhörung am 7. Juni im Landtag wurde der Wille deutlich, sich in Berlin fraktionsübergreifend für die Binnenschifffahrt zwischen Rhein und Weser einzusetzen. In NRW findet 80 % der bundesdeutschen Binnenschifffahrt statt und es besteht dringender Handlungsbedarf. Der Hafen Rotterdam erweitert seine Containerumschlagskapazitäten massiv. Mit Verträgen mit den Speditionen über den Modal Split der abgehenden Verkehre schafft es der Hafen Rotterdam, dass der große Teil der Container mit dem Schiff oder der Bahn abtransportiert wird – bis zur deutschen Grenze. Dort geht es dann allerdings nicht mehr weiter, weil beispielsweise das dritte Gleis der Betuwe-Linie fehlt oder auf den Kanälen die Brücken nicht so angehoben sind, dass sie die Partikuliere rentabel befahren können.

Zugang zur den Landtagsanhörungen

Die Fortschreibung des Wasserstraßenverkehrs- und Hafenkonzeptes des Landes Nordrhein-Westfalens findet ihr hier

Broschüre „Binnenhäfen im Spannungsfeld konkurrierender Nutzungsinteressen“ – Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr:

4. Nachhaltige Infrastrukturpolitik

Mit dem Haushalt 2011 wird ein überfälliger Paradigmenwechsel in der Verkehrsplanung NRWs eingeleitet. Wie schon im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen festgehalten, werden wir den Fokus auf den Straßenerhalt legen. Die Pflege der Straßensubstanz wurde in den letzten Jahren deutlich vernachlässigt, dabei ist genau dieser Erhalt die günstigste Variante, sichere und schnelle Mobilität auf der Straße sicherzustellen.

Meine Pressemitteilung zum Thema

Mit grünen Grüßen und einen schönen Sommer,

Euer Arndt

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