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Verkehr

 

 

18Jun

GRÜN MACHT MOBIL – LDK Hamm

AK-LDK13

Ob Staus, volle Bahnen oder verspätete Züge, jedeR hat in der einen oder anderen Form mit den Tücken einer schlechten Verkehrsinfrastruktur zu kämpfen. Deshalb widmeten die GRÜNEN NRW ihre diesjährige Landesdelegiertenkonferenz der Mobilität. Unser Ziel ist ambitioniert: Wir wollen die bestehende Infrastruktur erhalten und die Verkehrswende einläuten – und dies in Zeiten knapper Kassen. Auch Michael Ziesack, Bundesvorsitzender des VCD und Toni Hofreiter, Vorsitzender des Verkehrsausschuss im Bundestag, haben in ihren Reden ihre Unterstützung zugesagt.

Bereits das Bühnenbild stimmte auf die Verkehrswende ein (“GRÜN MACHT MOBIL”) und verbildlichte die unterschiedlichen Standpunkte: Auf der einen Seite steht freie Fahrt für Fahrräder und Bahn in eine nachhaltige Zukunft, auf der anderen Seite die Sackgasse der schwarz-gelben Verkehrspolitik. Spannende fachliche Diskussionen bestimmten entsprechend den Parteitagssonntag. Ich freue mich, dass das Querschnittsthema (Ökologie/Wirtschaft/Soziales) Verkehrswende bei GRÜNEN die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient.

Foto: Marco Petrikat

Weitere Links

Der ohne Gegenstimme beschlosse Antrag

Weitere Informationen zu LDK Hamm der GRÜNEN NRW

12Jun

Hofreiter und Klocke im Interview über die verkehrspolitischen Herausforderungen in NRW

Hofreiter Klocke

Im Vorfeld der am Wochenende stattfindenden Landesdeligiertenkonferenz (LDK) der GRÜNEN NRW hat der Landesverband ein verkehrspolitisches Gespräch geführt.

“Nicht nur durch seine Größe ist Nordrhein-Westfalen verkehrspolitisch von bundesweiter Bedeutung. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Bundestages, Toni Hofreiter und dem Verkehrspolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, Arndt Klocke, über die verkehrspolitischen Herausforderungen in NRW, die Rolle von Peter Ramsauer und die Perspektive der Elektromobilität.”

Das gesamte Interview ist hier zu finden.

06Jun

New York wird zur Radler-Metropole

NY1In den Pfingstferien besuchte ich die aufregende Stadt an Hudson- und Eastriver. Beim Stichwort „New York“ fallen einem viele Assoziationen ein, an „Radverkehr“ aber denkt man sicher nicht sofort. Dabei entwickelt sich das Radwegenetz in der Millionenstadt an der Ostküste immens. Bürgermeister Blumberg hat es sich zum Ziel seiner letzten Amtszeit gesetzt, einen Beitrag zur Verkehrswende und zum Klimaschutz zu leisten. Er  hat deshalb über sein Verkehrs-Departement einschneidende Veränderungen bei der Straßenraum-Nutzung angeordnet.

Auf den Haupt-Avenues wurden jeweils die Fahrspuren für Autos eingeschränkt und grün-markierte Radwege ausgewiesen. Um die Insel Manhattan herum wurde entlang des Uferstreifens ein Radwanderweg angelegt und befestigt. Ende Mai ging zusätzlich ein Netz von 330 Rad-Verleihstationen, verteilt auf alle Stadtteile, an den Start. Insgesamt 15000 Leihrädern können hier mit einem Chipkarten-System entliehen werden. An vielen Informationsständen auf den zentralen Plätzen der Stadt bekommt man den kostenlosen Radwegeplan und weitere Information zur Nutzung des Zweirades.

Trotz allem ist insbesondere Manhattan mit seinen verschiedenen Quartieren weiterhin ein Eldorado der Automobilität. Aber erste Schritte zur Verkehrswende sind jetzt auf den Weg gebracht und werden mutig von Politik und Stadtverwaltung umgesetzt.

Weiterführende Links:

Blog “Zukunft Mobilität” zum Thema

Homepage New York “Citybike”

NY2

03Jun

Arndt Klocke zum “Europäischen Tag des Fahrrades”

Arndt Grün FahrradEuropa ist im Zweirad-Boom. In immer mehr europäischen Großstädten gehen große Leihrad-Systeme an den Start, zuletzt zu beobachten in Barcelona, Paris, Stockholm und Berlin. Deutschland ist dabei eine der am schnellsten wachsenden Radfahrnationen.

Weiterführende Informationen zu diesem Artikel

Wenn es um den Radverkehr geht, wird oft zuerst an die Niederländer und Dänen gedacht. Kopenhagen gehört beispielsweise zu den vorbildlichsten Städte, was den Ausbau der Radverkehrs-Infrastruktur angeht. Doch mittlerweile ist auch ein Blick nach Deutschland lohnenswert, schließlich wächst hierzulande die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer kontinuierlich.   Es ist deshalb kaum verwunderlich, dass auch auf nationaler Ebene diesen Entwicklungen Rechnung getragen wurde. Der “Nationale Radverkehrsplan” wurde Ende 2012 aktualisiert und zuletzt beim „Nationalen Radverkehrskongress“ Mitte Mai in Münster mit vielen internationalen Expertinnen und Experten diskutiert. Der zentrale Punkt des Radverkehrsplans ist, dass rund 15 Prozent aller Fahrten bis zum Jahr 2020 mit dem Fahrrad zurückgelegt werden sollen. Eine eher konservative Rechnung, da diese Zahl nach neuesten Erhebungen wahrscheinlich noch höher ausfallen wird. Laut den Berechnungen des Mobility-Panel Deutschland aus dem Jahr 2011 besitzt der Radverkehr bereits heute einen Anteil von 14,5 Prozent am Gesamtverkehr (2002 waren es noch 9,5 Prozent). Auch der ADFC-Bundesvorstand schließt sich dem:   „Wir denken, dass ein durchschnittlicher Radverkehrsanteil von 20 Prozent in Deutschland, innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre, möglich ist. In den Städten könnte der Radverkehrsanteil sogar auf bis zu 40 Prozent steigen.“   Im letzten Jahr hatten sich die Europäischen Radverbände intensiv bemüht, den Radverkehr in die Verkehrsplanung der EU-Kommission, die europäische Verkehrsrouten-Förderung, aufnehmen zu lassen. So sollten Fördermittel für große Infrastrukturprojekte wie das europaweite EuroVelo-Radwegenetz ermöglicht werden. Das Europäische Parlament hat nach längerem Ringen letztlich zugestimmt, den Radverkehr explizit in das Trans-European Transport Programm (TEN-T) aufzunehmen. Damit ist der Weg frei für Radverkehrs-Investitionen in Milliardenhöhe.   Hintergrund:

Bei den TEN-T-Projekten handelt es sich um ein Programm der EU (ec.europa.eu/transport), das auf die Finanzierung grenzüberschreitender Verkehrsinfrastrukturprojekte ausgerichtet ist. Das EuroVelo-Radroutennnetz besteht aus 14 Routen, quer über den Kontinent, und misst eine Länge von rund 70.000 Kilometern. Der grüne Europaabgeordnete Michael Cramer hat maßgeblich zur Entstehung der Route, des so genannten „Iron Curtain Trails“, der entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs angelegt ist, beigetragen. Das EU-Parlament bekräftigte in seinem Beschluss die Aufforderung an die EU-Kommission, den Entwurf einer Ausschreibung bis Ende 2013 zur Entwicklung von Aktivitäten zur Unterstützung des Fuß- und Radverkehrs speziell in Städten vorzulegen, mit dem Ziel, die Verkehrsanteile dieser Verkehre zu verdoppeln.

 

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