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21Jan

Rede zu frostbedingten Straßenschäden (Video)

Ein Schlagloch kommt selten allein – und auch in meiner Heimat Köln weisen einige Straßen massive Schäden auf. Ein Problem, dass nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer massiv betrifft. Ausschlagebend für die Debatte in dieser Plenarwoche war ein CDU Antrag , der sich als klassisches Eigentor erwiesen hat.

Zusammengefasst fordert die CDU in diesem Antrag, den eigenen von der alten schwarz-gelben Landesregierung zu verantwortenden Reformstau auf der Straße dadurch zukompensieren, dass mehr Mittel in den Straßenerhalt fließen. Offensichtlich hat der Wintereinbruch im Dezember hier zum Nachdenken angeregt. Neu ist die Idee allerdings nicht – und sie ist in den entscheidenen Punkten nahezu Wortgleich im rot-grünen Koalitionsvertrag zu finden:

“Vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Mittel wollen wir dem Erhalt von Straßen des bestehenden Straßennetzes Priorität einräumen. Insbesondere die Landesstraßen unterliegen wegen zu geringer Aufwendungen einem massiven Instandhaltungsstau. Unser Land verfügt mit den Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen über eines der dichtesten Straßennetze. Es in einem guten Zustand zu erhalten, ist Ziel unserer Politik. In diesem Zusammenhang werden wir auch dafür Sorge tragen, dass die regionale mittelständische Bauwirtschaft von Maßnahmen im Landesstraßenerhalt profitiert.

Ab dem Haushaltsjahr 2011 werden wir innerhalb der für die Landesstraßen vorgesehenen Titel die Mittel sukzessive deutlich zugunsten des Straßenerhalts umschichten.”

Wir wissen also um die Problematik und tragen bereits heute dafür Sorge, dass das Infrastrukturnetz in NRW saniert wird. Straßenerhalt statt Neubau ist die sparsame und ökologisch sinnvolle Devise. Bleibt zu hoffen, dass der partielle CDU-Erkenntnisgewinn nachhaltig ist.

[Video] Meine Landtagsrede zum Thema

20Jan

FAQs in Sachen Nachtragshaushalt 2010

Topmeldung am Dienstag: Das Urteil zum NRW-Nachtragshaushalt 2010. Das Wort Neuwahlen fiel schnell. Leider manchmal so schnell, dass bei der Entscheidung des Gerichtes nur die Überschrift gelesen wurde. Deshalb an dieser Stelle einige weitere Informationen (und weiter unter ein FAQ zum download):

Zunächst muss festgehalten werden, dass CDU und FDP mit ihrem Haushalt 2010 bereits eine Neuverschuldung von 6,6 Mrd. € beschlossen haben. Damit lag beim schwarz‐gelben Haushalt die Neuverschuldung deutlich über den Investitionen von 3,7 Mrd. Auch der schwarz‐gelbe Haushalt war nur unter der Annahme verfassungsgemäß, dass eine „Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts“ vorlag. CDU und FDP hatten diese Neuverschuldung jedoch um etwa 2 Mrd. € zu niedrig angesetzt, indem sie einige bekannte Risiken bewusst nicht mit eingerechnet und den Kommunen Mittel vorenthalten hatten, die ihnen rechtmäßig zugestanden hätten. Der Grund für dieses Vorgehen war insbesondere, dass CDU und FDP nicht mit einer Rekordverschuldung in den Landtagswahlkampf gehen wollten.Von daher ist die schwarz-gelbe Klage in Münster vor allem eine Klage gegen sie selbst.

Der Verfassungsgerichtshof (VGH) hat entgegen mancher vorschnellen Berichte am Dienstag keineswegs den Vollzug des Haushaltes gestoppt. Das Gericht hat lediglich angeordnet, dass die Landesregierung keine weiteren Kredite auf Basis des Nachtragshaushaltes aufnehmen darf. Ferner darf das Haushaltsjahr für das Jahr 2010 bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache nicht abgeschlossen werden. Daran wird sich die Regierung selbstverständlich halten.

Bereits vollzogene Maßnahmen müssen nicht rückgängig gemacht werden und der Haushaltsvollzug kann fortgesetzt werden. Die Handlungsfähigkeit der Landesregierung ist weiterhin vollständig gegeben. Das Gericht hat betont, dass die heutige Entscheidung keine Vorwegnahme in der Hauptsache bedeutet. Der erste reguläre rot-grüne Haushalt für 2011 ist im Arbeitsprozess und kein Teil dieser Klage! 

Weitergehende Informationen finden Sie hier: HH NRW FAQs zur Entscheidung des Verfassungsgerichtes vom 18 Januar 2011

15Jan

Volles grünes Kino zum Jahresstart

Zu Beginn des neuen Jahres hat Arndt Klocke zum “Grünen Kino” in Kölner Filmpalette eingeladen: “Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte”. Was passiert wirklich, wenn eine Wirtschaft in die Krise stürzt und vor allem der Staat aufräumen muss? Michael Moore, der wohl gefürchtetste Regisseur (u.a. “Bowling for Columbine”), ist dieser Frage mit seiner bekannten, unverblümten Art nachgegangen und stellt dabei das Wirtschaftssystem Kapitalismus auf den Prüfstand.

Im Anschluss diskutierten Arndt Klocke und der Europaabgeordnete und Attac-Mitgründer Sven Giegold mit dem Publikum des vollen Kinos über Ängste und Hoffnungen in der Finanzkrise. Deutlich wurde, dass klare Regulativen auf den Finanzmärkten nötig sind und der Kapitalismus demokratisiert werden muss, damit Wohlstand für alle erreicht werden kann.

14Jan

Besuch der RWTH Aachen

Auf Einladung des Rektorats besuchte eine Delegation der Grünen-Landtagsfraktion die RWTH Aachen, um sich über Zukunftsplanungen und die vielfältigen Studiengänge der einzigen NRW-„Exzellenz“-Hochschule zu informieren.  Die RWTH hat heute gut 33000 Studierende, 450 ProfessorInnen und über 4000 wissenschaftliche MitarbeiterInnen.  Schwerpunkt der Hochschule sind die Ingenieurwissenschaften, BWL und die Elektrotechnischen Studiengänge. Der Rektor Prof. Schmachtenberg stellte in dem Gespräch die unter dem Konzept „RWTH 2020“ zusammengefassten Überlegungen für die Weiterentwicklung des Hochschulstandortes Aachen vor. Mit dem RWTH-Campus wird derzeit auf einer Fläche von 2,5km² ein neuer technologieorientierter Campus-Bereich erschlossen, der in zehn Jahren fertiggestellt sein soll. Insgesamt 5200 Studierende aus 130 Ländern sind derzeit an der RWTH eingeschrieben, mit dem neuen Campus sollen weitere Impulse für eine ausgeprägte internationale Wettbewerbsfähigkeit gesetzt werden.

In dem Gespräch tauschten sich beide Seiten auch über die künftig wegfallenden Studiengebühren und erste Vorüberlegungen für ein neues NRW-Hochschulgesetz aus. Von Grüner Seite nahmen an dem Treffen der Fraktionsvorsitzende und Aachener Landtagsabgeordnete Reiner Priggen, die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion, Ruth Seidl und der Vorsitzende des Wissenschafts-Ausschusses, Arndt Klocke, teil.

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