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01Okt

Solidarität mit den Gegner von Stuttgart21


Gut 150 Menschen versammelten sich heute Nachmittag vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof um gegen den brutalen Polizeieinsatz am gestrigen Abend gegen die BesetzerInnen des Stuttgarter Schlossparks zu protestieren.

Fast 500 friedlich demonstrierende Personen, darunter viele Schülerinnen und Schüler, wurden durch Einsatz zum Teil schwer verletzt. Sie wollten gegen den Beginn der Abholzung von Jahrzehnte alten Bäumen im Park demonstrieren und weiterhin auf den Unsinn des milliardenschweren Bauprojektes aufmerksam machen.

Die Räumung des Parks mit polizeilichem Einsatz von Wasserwerfern, Pfefferspray und Reizgas war unnötig und unverhältnismäßig! Die NRW-Grünen hatten deshalb zu einer spontanen Protest-Veranstaltung vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof aufgerufen an der auch zahlreiche VertreterInnen der Linken, der Jusos, der Antifa und der Piraten teilnahmen. Bei der Kundgebung sprachen die Grünen Landesvorsitzende und Vorsitzende des Landtags-Innenausschusses Monika Düker, Verkehrsstaatssekretär Horst Becker und ich zu den TeilnehmerInnen und den vielen Leuten, die spontan stehen blieben.

Ein Reisender aus Stuttgart, der zufällig vorbei kam schilderte eindringlich die Vorkommnisse des gestrigen Tages im Schlosspark.


Bild: Landesvorsitzende Monika Düker bei ihrer Rede vor dem Düsseldorfer Hbf

28Sep

Sigi Pop und das Bionade-Phänomen

Angesichts guter Umfragewerte und Wahlergebnisse für Grün meinte SPD-Chef Gabriel beim Bundesparteitag in Berlin die Grünen als „Wohlfühl-Partei“ abkanzeln zu müssen; es lasse sich mit „Bionade und Latte Macciato schließlich das Land nicht regieren.“

Noch weiter gehen er und andere SPD-Spitzenfunktionäre im „Spiegel“ dieser Woche. Offensichtlich scheint die positive Stimmung zwischen Rot und Grün nach der gemeinsam gewonnenen NRW-Wahl von SPD-Seite deutlich in Frage gestellt zu sein.

So sagt Andrea Nahles, SPD-Generalsekretärin, im „Spiegel“: „Die Grünen wollen uns den Status der Volkspartei absprechen!“ Gegenfrage: Wer soll das bitte von Grüner Seite wann getan haben?! Selbst von Bayrischen, Thüringer oder Sächsischen Grünen ist mir so etwas noch nicht zu Ohren gekommen und die hätten immerhin Grund dazu.

Thomas Oppermann, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD im Bundestag, setzt noch eins drauf, in dem er ausführt: „Ob die Grünen für das harte Regierungsgeschäft taugen, diesen Beweis müssen sie noch erbringen.“ Zunächst fragt man sich, ob hier für den Artikel nicht versehentlich ein Zitat aus den frühen achtziger Jahren vertauscht wurde. Aber im Ernst: Nachdem Grüne in 10 (von 16) Landesregierungen gesessen haben oder (aktuell in 4 LR.) sitzen, sieben Jahre im Bund regiert wurde und zahlreiche (Groß-)Städte und Landkreise seit vielen Jahren in Grüner Mitgestaltung sind (zB. darunter seit 20 Jahren durchgehend München, Deutschlands drittgrößte Metropole), wirkt dieser Vorwurf Oppermanns einfach nur peinlich. Grad wir Grünen, die gleich in der ersten Legislatur im Bund die beiden Auslands-Einsätze der Bundeswehr mitgetragen haben; die zehn Jahre in NRW trotz Clement und Garzweiler II das Regierungsgeschäft vorangebracht haben und in der Verantwortung im Bund die entscheidende Triebfeder für Erfolge wie das Erneuerbare Energien-Gesetz, den Atomausstieg, den Verbraucherschutz, das moderne Staatsbürgerschaftsrecht und die Homo-Ehe etc. waren brauchen in Sachen „Regierungsgeschäft“ keine Nachhilfe.

Das sehen auch die WählerInnen so. Laut Umfragen sehen uns weit über 70% als Gestaltungspartei und 85% unserer eigenen WählerInnen wollen das wir Regierungsverantwortung anstreben.

Sigmar Gabriel rundet den Reigen der Grünen-Beschimpfung schließlich ab, in dem er „die Grünen davor warnt, einen eigenen Kanzlerkandidaten aufzustellen. Dieser Versuch würde so enden wie damals bei Guido Westerwelle.“ Gegenfrage: Wann hat wo irgendein Spitzen-Grüner aus dem Bund oder den Ländern auch nur ansatzweise so etwas in die Diskussion gebracht?! Und warum hält uns Herr Gabriel für ähnlich dämlich wie die FDP mit ihrem damaligen „Projekt18“. Oder wollte er uns auf diese etwas ungeschickte Art öffentlich klar machen, dass der nächste Kanzlerkandidat von SPD und Grünen gemeinsam ausgesucht wird?! Dies war jedenfalls in der Millionenstadt Köln ein rot/grünes Erfolgsmodell und brachte im letzten Herbst Jürgen Roters als neuen Oberbürgermeister ins Rathaus.

By the way: „Bionade“, die Limonade mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau, wurde in einer kleinen, vom Niedergang in den 90er Jahren betroffenen Familien-Brauerei in der hessischen Rhön entwickelt. Nach anfänglichen, mühsamen Aufbau-Prozessen in regionalen Vertriebswegen boomte der Betrieb durch das neue Bio-Produkt enorm. Mittlerweile ist „Bionade“ zu einem der bundesweiten Marktführer bei Erfrischungs-Getränken geworden. Vermutlich wollte uns Gabriel sagen, dass er für Bündnis90/Grüne ähnliche Perspektiven sieht.

Prost! Euer Arndt

28Sep

Pressemitteilung: Rot-Grün wird das Sozialticket landesweit unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

anbei meine heutige Pressemitteilung zur Sozialticket-Entscheidung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR):

Einführung des Sozialtickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)

Klocke: Rot-Grün wird das Sozialticket landesweit unterstützen

Zu den heutigen Presseveröffentlichungen zur geplanten Einführung eines flächendeckenden Tarifangebotes für das Sozialticket im VRR zum 01. Juni 2011, erklärt Arndt Klocke MdL verkehrspolitischer Sprecher:

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Anstrengungen für die Einführung eines flächendeckenden Sozialtickets im Bereich des VRR jetzt erfolgreich zum Abschluss gebracht worden sind. Von Seiten des Landes werden wir unsere Zusage, ab dem Haushaltsjahr 2011 für die Einführung von Sozialtickets in den Verkehrsverbünden des Landes insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, einhalten. Im Unterschied zur Bundesregierung sehen wir für die einkommensschwächsten Bürgerinnen und Bürger unseres Landes einen echten Handlungsbedarf, um die Teilhabe an der Gesellschaft durch ein entsprechendes Mobilitätsangebot in Bussen und Bahnen sicherzustellen.“

27Sep

Mit dabei beim Mentoring Programm 2010/11

In den kommenden Monaten wird mich Arzu Durmus bei der politischen Arbeit begleiten. Sie ist Teilnehmerin des neuen Mentoring-Programms der Böll-Stiftung NRW. In den kommenden Monaten bilden wir beide ein sogenanntes „Tandem“. Im regelmäßigen Austausch unterstütze ich Arzu Durmus dabei ihr Projektvorhaben voranzubringen. Sie möchte die Beteiligung von Frauen an der aktiven politischen Mitarbeit in ihrem Grünen Kreisverband Oberberg deutlich steigern. Als ersten Schritt haben wir jetzt in den Räumen der Böll-Stiftung in Düsseldorf einen „Projekt-Vertrag“ geschlossen, indem die verschiedenen Schritte skizziert wurden. Anschließen hat meine Mentee mir erstmals bei meiner politischen Arbeit „über die Schulter geschaut“ und an einer Sitzung des Landtags-Verkehrsausschusses teilgenommen.

http://www.boell-nrw.de/web/demokratie-gesellschaft-411.html

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